Café Philo im Dampfschiff Brugg

Zusammen mit Christian Graf moderiere ich ab dieser Saison das Café Philo in Brugg. Man trifft sich in schöner Atmosphäre zu einem lockeren Gespräch über philosophische Fragen. Eingeladen sind alle Interessierten, keine Vorkenntnisse erforderlich. Man darf auch einfach reinsitzen und zuhören.

ab 10 Uhr gibt es Kaffee und Gipfeli

10.30-12.00 offenes Philosophieren

bis 13.30 gemütliches Beisammensein bei Suppe und Brot

Eintritt frei, Kollekte.

Unabhängig von der Entwicklung des Dampfschiffs findet das Café Philo im gewohnten Rahmen statt!

 

Daten:

18.10. Abschied und Neubeginn (Malu & Christian)

15.11. Vertrauen-Misstrauen (Christian)

20.12. Schönheit (Malu)

17.1. Christian

21.2. Strafen (Malu)

21.3. Christian

Woher kommt das Café Philo?

Das erste «Café philosophique» wurde 1992 in Paris gegründet. Sein Initiator, Marc Sautet, wollte damit an die sokratische Tradition des offenen Philosophierens anknüpfen. Mit geschicktem Fragen hatte Sokrates auf dem Marktplatz in Athen seine Zeitgenossen dazu angeregt, die eigene Meinung zu hinterfragen. Es ging Sokrates dabei nicht um Belehrung, sondern darum, die Menschen zum Denken anzuregen. Genau so suchte Marc Sautet im ersten Café Philo, das es übrigens noch immer gibt, mit seinen Gästen ein «lockeres Gespräch über existentielle Fragen.»

Unterdessen gibt es das Café Philo weit über Europa hinaus auf allen Kontinenten der Erde, geprägt von der jeweiligen Gesprächskultur.

 

An wen richtet sich das Café Philo?

Das Café Philo richtet sich an alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Bildung, ihrem kulturellen und sozialen Hintergrund. Es soll die Lust am Nachdenken fördern und sucht bewusst einen nicht-akademischen, leicht verständlichen Zugang zur Philosophie.

 

Nach welchen Regeln funktioniert das Café Philo?

Normalerweise gibt eine Philosophin oder ein Philosoph ein Thema vor, über das nachgedacht und debattiert wird. Die wichtigste Voraussetzung für ein gelungenes Café Philo ist die Einstellung der Teilnehmenden. Es geht darum, mit grosser Offenheit ins Gespräch zu gehen, mit Lust etwas zu lernen und Bereitschaft, das eigene Weltbild möglicherweise in Frage zu stellen. Wichtig ist nicht, wer bei einer Sache Recht behält, sondern zu verstehen, wieso jemand die Dinge anders sieht. Zuhören und Nachfragen sind ebenso wichtig, wie das Formulieren der eigenen Meinung. Auf diesem Weg können wir uns entwickeln, einander mit Respekt begegnen und schönstenfalls voneinander lernen.

Die Aufgabe der Philosophin oder des Philosophen besteht darin, dafür zu sorgen, dass der Umgang stets respektvoll bleibt und dass sich die Gäste wohlfühlen. Als Moderierende sind sie dafür zuständig, nachzufragen, zu strukturieren, Probleme oder Inhalte zusammenzufassen und allenfalls für neue Inputs zu sorgen. Es gehört nicht zu ihren Aufgaben, endgültige Antworten oder akademisches Wissen zu präsentieren.

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